Randbedingungen

Die Randbedingungen stammen aus zwei Quellen: dem Gespräch in Folge 111 (Zeitmarken) und dem Endstand des Miro-Boards nach Folge 113 (Seitenangaben). Eberhard nennt die Webshop-Integration den wertvollsten Constraint, den das Kontextdiagramm sichtbar macht (28:22). Wo eine Randbedingung zu einer Entscheidung führte, verweist die Tabelle auf den ADR.

Technische Randbedingungen

Randbedingung Erläuterung Quelle

Bestehender Webshop als Fertigprodukt

Der Shop betreibt einen Standard-Webshop für Kaufen und Abholen. Er ist nicht änderbar. Eine Reparatur als Produkt darin abzubilden wäre "unnatürlich, das ist etwas anderes". Das Reparatur-System ist deshalb ein eigener Bereich neben dem Webshop (ADR-003).

14:25, 17:50, 18:09

Webshop User Database mit JWT-Cookie und REST

Registrierung und Login bleiben im Webshop. Nach dem Login liefert der Webshop einen JWT als Cookie. Adresse und bevorzugte Zahlungsart liest das Reparatur-System per REST aus der User Database (ADR-001). Ein eigenes Registrierungs-Szenario ist damit "nicht erfüllbar".

15:53, 16:04, 28:29; Board Seiten 3 und 5

Same-Origin-Policy des Browsers

Cookies gelten nur innerhalb derselben Domain. Das Reparatur-System muss deshalb unter der Webshop-Domain laufen; der Webshop leitet den Pfad /reparatur um (ADR-002).

29:32; Board Seite 3

Kasse im Laden

Bezahlt wird typischerweise bei Abholung im Shop. Das Kassensystem ist "eine Art PC" im Laden; Anbindung per REST (ADR-004). Die lokale Integration erschwert einen reinen Cloud-Betrieb.

21:03, 21:23, 30:52, 59:46; Board Seite 3

Rechnungswesen und Steuerberater:in

Jede Reparatur muss "vernünftig verbucht" werden. Das Reparatur-System übergibt Rechnungselemente per REST an das Rechnungswesen.

20:35, 20:51; Board Seiten 3 und 9

Online Payment Service

Online-Zahlung läuft über einen externen, PayPal-artigen Dienst (Konto oder Kreditkarte). Anbindung per REST für den Buchungsstatus plus UI-Integration über einen Redirect-Button (ADR-004).

19:12, 30:16; Board Seite 3

Bedienung im Browser

Alle Nutzergruppen bedienen das System über den Webbrowser. "Rechner nutzen das System über den Webbrowser." Der Webshop verlinkt auf die Komponenten.

Board Seite 10

E-Mail und SMS als gekaufte Dienste

Benachrichtigungen laufen über einen zugekauften Dienst wie AWS Simple Email Service, per REST. SMS ist vorgesehen (ADR-007).

23:30, 31:02; Board Seite 3

Note
Offen: Ob das System aus der Cloud heraus mit Kasse und Rechnungswesen kommunizieren kann, steht auf dem Board als offene Frage (Seiten 10 und 11). In Folge 113 als Risiko behandelt, nicht entschieden (24:38 bis 27:23): Eberhard erkennt beim Zeichnen des Deployments, dass diese Anbindung "im Extremfall die Lösungsstrategie zerstören" kann, und will sie recherchieren. Genannte Optionen: direkt REST, Kassenproxy im Laden (Vorschlag von Zuschauer Jan, 29:27), Server im Laden, Änderung am Kassensystem (Kapitel 7, ADR-004).

Organisatorische Randbedingungen

Randbedingung Erläuterung Quelle

Keine IT-Experten im Shop

Die Mitarbeitenden haben "keine echte Ahnung von IT". Es gibt keinen Betrieb, deshalb ist der Betrieb kein Akteur. Das System muss ohne eigenes IT-Personal laufen. Folge 113 zieht daraus zwei Folgerungen: Betrieb in der Cloud (ADR-013), weil niemand im Laden einen Server installieren oder auf einen Alarm reagieren kann (05:47 bis 05:57), und ein eigener Support mit Rufbereitschaft (ADR-017), weil Cloud allein nicht reicht: Ausfälle und Security-Updates brauchen jemanden, "der angerufen werden kann" (28:42 bis 29:24, 38:50).

16:59, 17:05, 17:09; Board Seite 5; Folge 113, 05:36 bis 06:13 und 28:42 bis 29:24

Kleiner Betrieb

Ein lokaler Fahrradshop in Kaiserslautern mit drei bis vier Leuten. Ob eine eigene Installation pro Shop finanzierbar ist, ist offen und entscheidet über die SaaS-Architektur.

16:46, 44:12

Anforderungen liegen als Backlog vor

Es gibt kein Anforderungsdokument, nur Stories auf dem Miro-Board. Der Architekt nimmt das Backlog als Input; fachliche Detaillierung liegt beim Requirements Engineering.

09:38, 09:49; Board Seite 1

Fachexperte ist imaginär

Gespräche mit Anforderern und Experten werden nicht geführt, sondern angenommen und dokumentiert.

14:38, 14:47

Ein Architekt entwirft allein, der Chat ist Sparringspartner

Eberhard Wolff entwirft live. Der Chat liefert Hinweise, die er übernimmt: Rechnungswesen (20:35), Same-Origin-Policy (29:32), Frage nach dem Betrieb als Akteur (16:22), Mandantenfähigkeit (43:58).

Folge 111 durchgehend

Zeitrahmen der Kata

Drei Live-Folgen zu je rund einer Stunde. Das Ergebnis ist ein Miro-Board mit 11 Seiten, keine Implementierung.

Board Seite 1 bis 11

Konventionen

Die ersten beiden Konventionen stammen aus dem Video. Die übrigen setzt dieses Repository für die nachträgliche Dokumentation.

Konvention Erläuterung Quelle

arc42 als Ablagestruktur, nicht als Vorgehensreihenfolge

"Man sollte nicht blind so ein arc42-Template ausfüllen." Die Kapitel dienen zum Ablegen von Informationen; die Reihenfolge der Bearbeitung wählt der Architekt selbst.

08:01, 11:35, 11:43

Qualitätsziele als Qualitätsszenarien mit Metrik und Perzentil

Stimulus (Usage, Change, Failure) trifft auf das System, das Ergebnis ist eine Metrik. Adjektive wie "benutzerfreundlich" genügen nicht; Szenarien nennen Perzentile und Zeiten.

44:36, 49:30; Board Seite 4

Architekturentscheidungen als ADRs nach Nygard mit Pugh-Matrix

Jede Entscheidung mit mehr als einer ernsthaften Option erhält einen ADR (Kontext, Optionen, Entscheidung, Konsequenzen) mit 3-Punkt-Pugh-Matrix. Stand: ADR-001 bis ADR-018.

src/docs/arc42/adr/

Docs-as-Code mit docToolchain

AsciiDoc, PlantUML inline, Build über den dtcw-Wrapper und docToolchainConfig.groovy. Diagramme nach C4 über die PlantUML-Standardbibliothek.

Repository-Wurzel

Sprache und Stil

Deutsch, Fachbegriffe bleiben englisch. Zeitmarken im Format mm:ss beziehen sich auf Folge 111, sofern nicht anders angegeben.

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