Beitragen zu Semantic Anchors
Vielen Dank für Ihr Interesse, zum Semantic Anchors Katalog beizutragen! Dieser Leitfaden erklärt, wie Sie neue semantische Anker vorschlagen und was einen guten semantischen Anker ausmacht.
Was sind Semantic Anchors?
Semantic Anchors (semantische Anker) sind klar definierte Begriffe, Methodologien und Frameworks, die als Referenzpunkte bei der Kommunikation mit Large Language Models (LLMs) dienen. Sie fungieren als gemeinsames Vokabular, das spezifische, kontextreiche Wissensbereiche im Trainingsdatensatz eines LLMs aktiviert.
Beispiel: Wenn Sie einem LLM "TDD, London School" erwähnen, aktiviert es Wissen über Mock-intensive Tests, Outside-in-Entwicklung und die Arbeit von Steve Freeman und Nat Pryce - viel reichhaltiger als einfach zu sagen "verwende Mocks beim Testen."
Qualitätskriterien
Bevor Sie einen neuen semantischen Anker vorschlagen, stellen Sie sicher, dass er diese vier Kriterien erfüllt:
Details
=== ✓ Präzise Der Anker referenziert einen spezifischen, etablierten Wissensbereich mit klaren Grenzen.
Gut: "SOLID Principles" - fünf spezifische Design-Prinzipien (SRP, OCP, LSP, ISP, DIP)
Schlecht: "Gutes Design" - vage und subjektiv
=== ✓ Reichhaltig Der Anker aktiviert mehrere miteinander verbundene Konzepte, nicht nur eine einzelne Anweisung.
Gut: "Domain-Driven Design" - aktiviert Bounded Contexts, Ubiquitous Language, Aggregates, Value Objects, Entities, Repositories, etc.
Schlecht: "Verwende aussagekräftige Namen" - einzelne Anweisung ohne konzeptionelle Tiefe
=== ✓ Konsistent Verschiedene Benutzer, die den Anker verwenden, sollten ähnliche konzeptionelle Aktivierung vom LLM erhalten.
Gut: "Test-Driven Development" - weithin dokumentierte Methodologie mit konsistentem Verständnis
Schlecht: "Modernes Testen" - unterschiedliche Interpretationen durch verschiedene Personen
=== ✓ Zuordenbar Der Anker kann zu Schlüsselvertretern, Publikationen oder dokumentierten Standards zurückverfolgt werden.
Gut: "Hexagonal Architecture" (Alistair Cockburn, 2005)
Schlecht: "Best Practices" - keine spezifische Quelle oder Autorität
Testen Ihres semantischen Ankers
Bevor Sie einen Vorschlag machen, testen Sie den Anker mit diesem Prompt in einem LLM:
Welche Konzepte verbindest du mit '<Name Ihres semantischen Ankers>'?
Bewerten Sie die Antwort:
-
Erkennung: Erkennt das LLM den Begriff?
-
Genauigkeit: Ist die Erklärung korrekt?
-
Tiefe: Deckt es mehrere verwandte Konzepte ab?
-
Spezifität: Ist der Umfang gut definiert?
Wie man einen neuen Anker vorschlägt
Wir verwenden einen automatisierten Workflow mit GitHub Copilot zur Validierung und Anreicherung von Vorschlägen:
Schritt 1: Issue erstellen
Klicken Sie auf die btn:[Neuen Anker vorschlagen] Schaltfläche auf der Website oder erstellen Sie ein Issue mit unserer Vorlagsvorlage.
Alles, was Sie angeben müssen:
-
Der Begriff oder Konzeptname
-
(Optional) Warum Sie denken, dass es wertvoll wäre
Schritt 2: Copilot-Validierung
GitHub Copilot führt automatisch folgendes aus:
-
Testet den Anker gegen die vier Qualitätskriterien
-
Akzeptiert oder lehnt den Vorschlag ab
-
Bei Ablehnung: Erklärt, warum die Kriterien nicht erfüllt werden
-
Bei Akzeptierung: Reichert das Issue mit detaillierten Informationen an
Format der Anker-Datei
Jeder Anker wird als AsciiDoc-Datei mit Metadaten-Attributen gespeichert:
= TDD, London School
:categories: testing-quality
:roles: software-developer, qa-engineer, architect
:related: tdd-chicago-school, hexagonal-architecture
:proponents: Steve Freeman, Nat Pryce
:tags: testing, tdd, mocking, outside-in
[%collapsible]
====
*Vollständiger Name*: Test-Driven Development, London School
*Auch bekannt als*: Mockist TDD, Outside-In TDD
*Kernkonzepte*:
* Mock-intensive Tests
* Outside-in-Entwicklung
* Interaktionsbasiertes Testen
*Schlüsselvertreter*: Steve Freeman, Nat Pryce ("Growing Object-Oriented Software, Guided by Tests")
*Wann zu verwenden*:
* Komplexe Systeme mit vielen zusammenarbeitenden Objekten
* Beim Entwerfen von APIs und Schnittstellen
* Verteilte Systeme, wo Integration kostspielig ist
====
Erforderliche Metadaten:
-
:categories:- Eine oder mehrere Kategorie-IDs (siehe Website für Liste) -
:roles:- Eine oder mehrere berufliche Rollen, die diesen Anker verwenden -
:proponents:- Schlüsselpersonen, Publikationen oder Standards -
:tags:- Schlüsselwörter für die Suche (optional, aber empfohlen) -
:related:- Verwandte Anker-IDs (optional)
Kritik und Aktueller Stand (Recherche verpflichtend, Sektion bei Fund):
Der Katalog ist ein Begriffslexikon, keine Empfehlungsliste — Aufnahme bedeutet, dass der Begriff als präziser Pointer funktioniert, nicht dass wir die Praxis empfehlen. Recherchiere für jeden neuen Anker, ob dokumentierte Kritik oder Drift existiert, und halte den Befund als Sektion fest:
-
== Kritik— die Methode selbst ist umstritten. Nur benannte, zitierfähige Kritik (Kritiker + verlinkte Quelle), nie Stimmungen wie „nutzt niemand mehr". Die Sektion referiert den Diskurs, sie urteilt nicht. Nennt der Diskurs Alternativen, nenne sie mit. -
== Aktueller Stand— die Methode steht, aber Trainingsdaten-Prior und Gegenwart sind auseinandergelaufen: Es gibt eine neuere Edition (nenne die Edition, auf die der Prior vermutlich zeigt), einen Nachfolger, oder die Verbreitung ist abgeebbt.
Verifiziere jede verlinkte Quelle vor dem Commit durch tatsächlichen Abruf. Findet die Recherche nichts Zitierfähiges, entfallen beide Sektionen — eine leere Sektion ist Rauschen. Hintergrund: die Katalog-Triage in #603.
Gegenbeispiele
Dies sind KEINE semantischen Anker:
| "TLDR" |
Unterspezifizierte Anweisung, keine definierte Struktur |
| "ELI5" |
Vages Zielniveau, kein pädagogisches Framework |
| "Halte es kurz" |
Reine Anweisung, keine konzeptionelle Tiefe |
| "Best Practices" |
Kein spezifischer Wissensbereich, nicht zuordenbar |
| "Moderner Ansatz" |
Zu vage, nicht konsistent über Benutzer hinweg |
Kategorien
Anker sind in 12 MECE (Mutually Exclusive, Collectively Exhaustive) Kategorien organisiert:
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Kommunikation & Präsentation
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Design-Prinzipien & Muster
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Entwicklungs-Workflow
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Dialog & Interaktionsmuster
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Dokumentationspraktiken
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Meta (Repository- und Katalogkonzepte)
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Problemlösungsmethoden
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Requirements Engineering
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Software-Architektur
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Statistische Methoden & Prozessüberwachung
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Strategische Planung & Entscheidungsfindung
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Testing & Qualitätssicherung
Siehe die Website für vollständige Kategorienbeschreibungen.
Berufliche Rollen
Anker sind mit beruflichen Rollen getaggt, um relevante Inhalte zu filtern:
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Software-Entwickler / Engineer
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Software-Architekt
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QA Engineer / Tester
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DevOps Engineer
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Product Owner / Product Manager
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Business Analyst / Requirements Engineer
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Technical Writer / Dokumentationsspezialist
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UX Designer / Researcher
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Data Scientist / Statistiker
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Consultant / Coach
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Team Lead / Engineering Manager
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Educator / Trainer
Verhaltenskodex
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Seien Sie respektvoll und konstruktiv in Diskussionen
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Schlagen Sie Anker in gutem Glauben vor
-
Respektieren Sie Maintainer-Entscheidungen zu Qualitätskriterien
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Fokussieren Sie auf etablierte, dokumentierte Methodologien
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Geben Sie den ursprünglichen Vertretern Anerkennung
Fragen?
-
Durchsuchen Sie existierende Anker auf der Website
-
Prüfen Sie die README für eine Projektübersicht
-
Öffnen Sie ein GitHub Issue für Fragen
Lizenz
Durch Beiträge stimmen Sie zu, dass Ihre Beiträge unter derselben Lizenz wie dieses Projekt lizenziert werden (siehe LICENSE-Datei).
Bereit vorzuschlagen? Klicken Sie hier: Neuen semantischen Anker vorschlagen