STRIDE Bedrohungsmodell

Details
Vollständiger Name

STRIDE Bedrohungsmodellierungs-Framework

Auch bekannt als

STRIDE Bedrohungsmodell, Microsoft STRIDE

Kernkonzepte:

Spoofing (Identitätsvortäuschung)

Vortäuschung einer anderen Identität (Benutzer, Prozess oder System) zum Erlangen unbefugten Zugriffs; Gegenmaßnahme: starke Authentifizierung

Tampering (Manipulation)

Unbefugte Veränderung von Daten während der Übertragung oder Speicherung; Gegenmaßnahme: Integritätskontrollen, digitale Signaturen und Zugriffskontrollen

Repudiation (Abstreitbarkeit)

Abstreiten, eine Aktion durchgeführt zu haben; Gegenmaßnahme: Audit-Logging und Nicht-Abstreitbarkeitsmechanismen

Information Disclosure (Informationsoffenlegung)

Preisgabe vertraulicher Daten an unbefugte Parteien; Gegenmaßnahme: Verschlüsselung, Zugriffskontrolle und Datensparsamkeit

Denial of Service (Dienstverweigerung)

Beeinträchtigung oder Unterbrechung der Verfügbarkeit eines Systems für legitime Nutzer; Gegenmaßnahme: Rate Limiting, Redundanz und Resilienz

Elevation of Privilege (Rechteausweitung)

Erlangen von Berechtigungen über das legitim zugewiesene Maß hinaus; Gegenmaßnahme: Least-Privilege-Prinzip und Autorisierungsprüfungen

Schlüsselvertreter

Loren Kohnfelder und Praerit Garg (Microsoft, 1999); verbreitet durch Adam Shostack („Threat Modeling: Designing for Security", 2014)

Wann zu verwenden:

  • Strukturierte Bedrohungsmodellierung während Software-Design und Architektur-Reviews

  • Identifizierung und Kategorisierung potenzieller Bedrohungen bei Sicherheitsbewertungen

  • Schulung von Entwicklern im sicherheitsorientierten Denken über Systembedrohungen

  • Priorisierung von Sicherheitsmaßnahmen und Gegenmaßnahmen beim Systemdesign

  • Durchführung sicherheitsorientierter Design-Reviews und Red-Team-Übungen

  • Schaffung einer gemeinsamen Sprache für die Diskussion von Sicherheitsbedrohungen im Team

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