Plain English nach Strunk & White
Details
- Vollständiger Name
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Plain English nach Strunk & White ("The Elements of Style")
- Auch bekannt als
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Strunk & White, The Elements of Style, Plain Style Writing
Kernkonzepte:
- Überflüssige Wörter weglassen
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Jedes Wort in einem Satz muss einen Zweck erfüllen; Wörter, die nur Volumen ohne Bedeutung erzeugen, werden gestrichen — "the fact that" → "that", "owing to the fact that" → "since"
- Aktiv statt Passiv
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Aktive Konstruktionen sind direkter, lebendiger und prägnanter als passivische — "Der Hund biss den Mann" nicht "Der Mann wurde vom Hund gebissen"
- Konkrete und spezifische Sprache
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Das Besondere und Greifbare dem Vagen und Abstrakten vorziehen; konkrete Details machen Texte lebendig und überzeugend
- Mit Substantiven und Verben schreiben
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Starke Substantive und Verben statt Adjektive und Adverbien verwenden; das richtige Substantiv oder Verb macht Attribute überflüssig
- Wichtige Wörter ans Satzende
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Die wichtigste Aussage eines Satzes gehört ans Ende — die Position mit der größten Wirkung
- Parallele Strukturen verwenden
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Koordinierte Ideen in ähnlicher grammatischer Form ausdrücken; Parallelismus erleichtert das Verständnis und gibt dem Text einen angenehmen Rhythmus
- Abschwächende Wörter vermeiden
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Abschwächer wie "ziemlich", "irgendwie", "ein bisschen" entfernen — sie verwässern die Kraft der Aussage
- Überarbeiten und umschreiben
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Gutes Schreiben ist Umschreiben; ein erster Entwurf ist ein Ausgangspunkt, kein fertiges Produkt
- Schlüsselvertreter
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William Strunk Jr. ("The Elements of Style", 1918); E.B. White (überarbeitete Ausgabe, 1959)
Wann zu verwenden:
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Beim Verfassen technischer Dokumentationen, Berichte, E-Mails und API-Dokumentationen
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Beim Überprüfen oder Redigieren englischer Prosatexte auf Klarheit und Prägnanz
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Beim Coaching von Autoren zur Reduktion von wortreicher oder bürokratischer Sprache
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Bei der Vorbereitung von Kommunikation für ein breites, nicht-spezialisiertes Publikum
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Überall dort, wo Klarheit und Kürze an erster Stelle stehen
Verwandte Anker:
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Gutes Deutsch nach Wolf Schneider — das deutschsprachige Äquivalent zu klarheitsfokussierten Schreibprinzipien
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BLUF (Bottom Line Up Front) — ergänzt den klaren Schreibstil mit einer Struktur, die mit der Schlussfolgerung beginnt
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Pyramid Principle nach Barbara Minto — ein ergänzendes Framework zur hierarchischen Strukturierung von Argumenten
Kritik:
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Geoffrey K. Pullum, "50 Years of Stupid Grammar Advice" (The Chronicle of Higher Education, 2009) — mehrere Grammatik-Behauptungen des Buchs sind sachlich falsch (manche "Passiv"-Beispiele sind gar kein Passiv), und die Autoren verletzen routinemäßig ihre eigenen Regeln; Linguisten kritisieren, dass persönliche Stilvorlieben als Regeln des Englischen ausgegeben werden
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Die Pauschalregeln ("Passiv vermeiden", "überflüssige Wörter streichen") gelten als Dogma, wenn sie mechanisch angewendet werden — das Passiv ist die richtige Wahl, wann immer der Empfänger der Handlung das Thema ist
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Im Diskurs benannte Alternativen: Joseph M. Williams, "Style: Toward Clarity and Grace" (1990) und Steven Pinker, "The Sense of Style" (2014) — Klarheits-Leitfäden, die auf Linguistik und Leserpsychologie statt auf Präskription gründen