Die Nelson Rules sind acht Tests auf spezielle Ursachen in Regelkarten. Lloyd S. Nelson veröffentlichte sie 1984 im Journal of Quality Technology als Erweiterung der Western Electric Rules. Jede Regel markiert ein nicht-zufälliges Muster — etwa einen Punkt jenseits von 3σ oder neun Punkte auf einer Seite des Mittelwerts — und trennt so zuordenbare von inhärenter Variation. Mehr aktive Regeln bedeuten höhere Sensitivität, aber mehr Fehlalarme.
Nelson Rules
Details
- Vollständiger Name
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Nelson Rules (Tests for Special Causes)
Kernkonzepte:
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8 Regeln zur Erkennung nicht-zufälliger Muster in Regelkarten
- Regel 1
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Ein Punkt jenseits von 3σ (Ausreißer)
- Regel 2
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9 aufeinanderfolgende Punkte auf derselben Seite des Mittelwerts (Verschiebung/Bias)
- Regel 3
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6 aufeinanderfolgende Punkte, die stetig steigen oder fallen (Trend)
- Regel 4
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14 Punkte, die abwechselnd auf und ab gehen (Oszillation)
- Regel 5
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2 von 3 Punkten jenseits von 2σ auf derselben Seite
- Regel 6
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4 von 5 Punkten jenseits von 1σ auf derselben Seite
- Regel 7
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15 Punkte innerhalb von 1σ (verdächtig niedrige Varianz)
- Regel 8
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8 Punkte außerhalb von ±1σ, aber keiner jenseits von ±3σ (systematische Oszillation)
- Allgemeine vs. Spezielle Ursache
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Unterscheidung zwischen inhärenter und zuordenbarer Variation
- Zonen A/B/C
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Aufteilung der Regelkarte in 6 Zonen (jeweils 1σ breit)
- Falsch-Positiv-Abwägung
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Mehr aktive Regeln = höhere Sensitivität, aber mehr Fehlalarme
- Schlüsselvertreter
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Lloyd S. Nelson (1984, Journal of Quality Technology)
Beziehung zu anderen Ankern:
- Control Chart (Shewhart)
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Nelson Rules werden auf Regelkarten angewendet
- SPC
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Nelson Rules sind ein Werkzeug innerhalb der Statistischen Prozesskontrolle
- Western Electric Rules
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Vorgänger; Nelson Rules erweitern diese mit Regeln 5-8
Wann zu verwenden:
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Erkennung nicht-zufälliger Muster in Zeitreihendaten
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Prozessüberwachung in Fertigung, Pharmazie, Gesundheitswesen
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Potenzielle Anwendung in IT-Monitoring (Memory Leaks, Performance-Degradation)
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Qualitätssicherung in Six Sigma / DMAIC Control Phase