Conway’s Law
Details
- Vollständiger Name
-
Conway’s Law (Gesetz von Conway)
- Auch bekannt als
-
Mirroring-Hypothese
Kernkonzepte:
- Homomorphe Kraft
-
„Organisationen, die Systeme entwerfen, bringen Entwürfe hervor, deren Struktur die Kommunikationsstruktur der Organisation abbildet" — Systemgrenzen spiegeln Teamgrenzen
- Kommunikationspfade
-
Schnittstellen in der Software entstehen dort, wo zwei Teams sich abstimmen müssen; Kosten und Reibung der teamübergreifenden Kommunikation bestimmen, wo Module getrennt werden
- Inverse Conway Maneuver
-
Teams gezielt nach der gewünschten Architektur schneiden, statt ein zufälliges Org-Chart das System bestimmen zu lassen
- Team Topologies
-
Moderne Ausprägung (Skelton & Pais) — stream-aligned, platform, enabling und complicated-subsystem Teams, dimensioniert auf eine bewältigbare kognitive Last
- Soziotechnische Sicht
-
Architektur ist nicht rein technisch; Organisations- und Systemdesign sind zwei Seiten derselben Entscheidung
- Key Proponents
-
Melvin E. Conway („How Do Committees Invent?", Datamation 1968); popularisiert durch Fred Brooks („The Mythical Man-Month"); moderne Form bei Matthew Skelton & Manuel Pais („Team Topologies", 2019)
Verwendung:
-
Planung der Teamstruktur für ein neues System oder eine Re-Architektur
-
Diagnose, warum Modulgrenzen ungünstig liegen oder Integration schmerzhaft ist
-
Begründung von Microservice-/Bounded-Context-Schnitten entlang der Teamgrenzen
-
Prüfung, ob das Org-Chart gegen die beabsichtigte Architektur arbeitet
Nicht verwenden:
-
Als deterministische Vorhersage — es ist eine starke Tendenz, kein Naturgesetz
-
Für winzige Ein-Team-Systeme mit nur einem Kommunikationspfad
Verwandte Anker:
-
Domain-Driven Design — Bounded Contexts als teamgerechte Grenzen
-
Kohäsionskriterien — Modulkohäsion, die Teamgrenzen respektieren sollten
-
Vertical Slice Architecture — Slices, die auf stream-aligned Teams abbilden