AIDA Model
Details
- Vollständiger Name
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Attention, Interest, Desire, Action
- Auch bekannt als
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AIDA-Funnel, Hierarchy of Effects (AIDA-Zweig); Varianten: AIDAS (+Satisfaction), AIDCA / AIDCAS (+Conviction), AIDA-R (+Retention)
Kernkonzepte:
- Attention
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Zuerst Aufmerksamkeit gewinnen — eine Headline, ein Hook oder ein Bild, das den Leser innehalten lässt. Vorher wirkt nichts anderes.
- Interest
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Engagement halten, indem die Botschaft relevant wird — das Problem, die Neugier oder den Nutzen des Lesers ansprechen, damit er weiterliest.
- Desire
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Verlangen erzeugen — aus „das ist relevant" ein „das will ich" machen, über Nutzen, Belege, Emotion und das Ausräumen von Einwänden.
- Action
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Einen einzigen, klaren nächsten Schritt auslösen — der Call to Action (kaufen, anmelden, antworten). Ohne expliziten Aufruf verliert der Funnel am Ende.
- Ein sequenzieller Funnel
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Die Stufen sind geordnet und verengen sich — jede filtert das Publikum zur nächsten. Der Wert des Modells liegt darin, den Text jede Aufgabe der Reihe nach erledigen zu lassen, statt direkt zum Aufruf zu springen.
- Ein Hierarchy-of-Effects-Modell
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AIDA ist das bekannteste Mitglied einer Familie von Stufenmodellen, die beschreiben, wie Überzeugung eine Person von „unbekannt" zu „konvertiert" führt; eine Heuristik, kein gemessenes kognitives Gesetz.
- Key Proponents
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Üblicherweise E. St. Elmo Lewis (1898) zugeschrieben, einem amerikanischen Werbe-Vordenker; popularisiert in der Werbe- und Vertriebsliteratur des 20. Jahrhunderts
Verwendung:
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Strukturierung von Marketing-Copy, Landingpages, Anzeigen, Cold E-Mails oder Pitch-Einstiegen
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Review eines Entwurfs auf eine fehlende Stufe — meist ein schwacher Hook (Attention) oder ein fehlender Call to Action (Action)
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LLM-Prompting für überzeugende Texte: „Schreibe diese Produktankündigung nach dem AIDA-Modell"
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Ein Verkaufsgespräch vom Hook bis zum Abschluss sequenzieren
Nicht verwenden:
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Informations- oder Referenztexte, bei denen Überzeugung nicht das Ziel ist — dann BLUF oder Inverted Pyramid nutzen
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Als gemessenes Modell der Käuferpsychologie — es ist eine Copywriting-Heuristik, keine validierte Kognitionswissenschaft
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Lange, beziehungsbasierte B2B-Verkäufe, deren Multi-Touch-Reisen einen einzelnen linearen Funnel sprengen
Verwandte Anker:
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Inverted Pyramid Style - Die News-Struktur stellt die ganze Story nach vorn; AIDA hält den Aufruf bewusst zurück, bis Desire aufgebaut ist
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Pyramid Principle - Logisches Top-down-Argument für Klarheit; AIDA ist eine emotionale Überzeugungssequenz für Conversion
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BLUF (Bottom Line Up Front) - Beginnt mit dem Fazit; der Gegenzug zu AIDA, das das Fazit über vier Stufen erarbeitet
Kritik:
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Robert Heath & Paul Feldwick, "Fifty years using the wrong model of advertising" (International Journal of Market Research, 2008) — das rationale, sequenzielle Überzeugungsmodell hinter AIDA verzerrt, wie Werbung tatsächlich wirkt: großteils über emotionale Verarbeitung bei niedriger Aufmerksamkeit statt über aufmerksame Informationsverarbeitung
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Demetrios Vakratsas & Tim Ambler, "How Advertising Works: What Do We Really Know?" (Journal of Marketing, 1999) — in der Auswertung von über 250 Studien fanden sie kaum empirische Belege für irgendeine feste Wirkungshierarchie und empfahlen, das Hierarchie-Konzept als Planungsannahme aufzugeben
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Das Alter des Modells ist Teil der Kritik: AIDA stammt von etwa 1898, vor der formalen Marketingwissenschaft — und dominiert dennoch die Kampagnenplanung; genau diese Beharrungskraft kritisieren Heath und Feldwick