ADDIE Model
Details
- Auch bekannt als
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ADDIE, Instructional Systems Design (ISD)
- Vollständiger Name
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Analysis, Design, Development, Implementation, Evaluation
Kernkonzepte:
- Analysis
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Das Lernproblem klären; Bedarf, Zielgruppenmerkmale, Lernziele, Rahmenbedingungen und die vorhandene Wissenslücke ermitteln
- Design
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Messbare Lernziele, Bewertungsinstrumente, Inhaltsstruktur und Medienauswahl definieren — der Bauplan, der vor jeder Materialerstellung entsteht
- Development
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Die eigentlichen Lernmaterialien (Inhalte, Storyboards, Medien, Technik) gemäß dem Design-Bauplan erstellen und zusammenstellen; umfasst Pilottests
- Implementation
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Die Schulung durchführen — Trainer schulen, Lernende vorbereiten und das Programm in der vorgesehenen Umgebung ausführen
- Evaluation
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Die Wirksamkeit sowohl formativ (laufend, in jeder Phase) als auch summativ (Endergebnis) bewerten; häufig mit Kirkpatricks vier Ebenen kombiniert
- Iterativ, nicht streng wasserfallartig
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Ursprünglich sequenziell, wird modernes ADDIE als zyklischer, dynamischer Prozess dargestellt, bei dem die Evaluation in jede Phase zurückwirkt
- Schlüsselvertreter
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Florida State University, Center for Educational Technology (~1975, für die US Army, später alle US-Streitkräfte über das IPISD-Framework); Robert Maribe Branch ("Instructional Design: The ADDIE Approach", Springer, 2009) — eine maßgebliche moderne Kodifizierung. ADDIE ist eher eine generische Bezeichnung für den ISD-Prozess als ein Modell eines einzelnen Autors.
Wann zu verwenden:
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Strukturierte Schulungen, Kurse oder Lernmaterialien von Grund auf entwerfen
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Dokumentation oder Onboarding-Programme erstellen, die messbare Lernergebnisse erfordern
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Coaching- oder Beratungsmandate, die organisatorische Fähigkeiten aufbauen
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Eine gemeinsame Terminologie für ein Instructional-Design- oder E-Learning-Team etablieren
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Ein LLM anleiten, ein Curriculum oder einen Trainingsplan entlang definierter Phasen zu strukturieren
Verwandte Anker:
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Bloom’s Taxonomy — rahmt die in der Design-Phase gesetzten Lernziele
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4MAT — ein Lernzyklus-Modell, das ADDIEs Struktur ergänzt
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Feynman Technique — eine Lernmethode, die innerhalb von Development einsetzbar ist
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Double Diamond — ein vergleichbares Diverge/Converge-Prozessmodell aus dem Design
Kritik:
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Roundtable Learning, "What is the ADDIE Model? Strengths & Weaknesses" — kritisiert ADDIE für seine lineare Natur, den übermäßig detaillierten Ansatz und den Zeitaufwand für Erstellung und Umsetzung; Mängel zeigen sich erst in späten Phasen
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Michael Allen / Allen Interactions, "SAM: A Rapid Design And Development Model" (eLearning Industry) — nennt ADDIE "rigid and too linear", "slow to evaluate" und belastet durch die "waterfall nature of execution"; schlägt SAM (Successive Approximation Model) vor, eine schnelle, iterative, agile Alternative, die Lernenden stets etwas Nutzbares vorlegt
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Der breitere Diskurs verbindet dies mit Agile / Rapid-Prototyping Instructional Design als moderne Antwort auf ADDIEs vorgelagerte Sequenzierung
Aktueller Status:
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Weiterhin das am häufigsten gelehrte ISD-Framework, aber zunehmend iterativ statt streng wasserfallartig dargestellt; Branchs Kodifizierung von 2009 (Springer) ist die gängige moderne Referenz
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SAM und Agile ID sind die wichtigsten zeitgenössischen Alternativen für schnelllebige, multimediale und Online-Learning-Projekte (ADDIE model, Wikipedia)